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Der Löwe und der Esel auf der Jagd Livre II - Fable 19


Als sein Geburtstag kam, wollte der Fürst der Tiere
behaglich pirschen in dem Waldreviere.
Des Löwen Wildbret sind nicht Spatzen, nein,
das muss 'ne fette Sau, ein feistes Damwild sein.

Um möglichst bald zum Ziel zu kommen,
hat er den Esel mitgenommen,
des Stentorstimme, laut und voll,
der Majestät als Waldhorn dienen soll.
Der Löwe sagt, verdeckt von Busch und Blättern:
"Nun los mit dem Iah!" Er weiß genau:
Das scheucht die Mutigsten heraus aus ihrem Bau;
denn ungewohnt ist dieser Stimme Schmettern,
so ohr- und herzzerreißend laut.
Die Luft erdröhnte von dem fürchterlichen Schalle,
vor dessen Ungestüm des Walds Bewohnern graut;
sie fliehn, und blindlings gehen sie in die Falle;
der Löwe hat sie alle umgebracht.
"Heut hab' ich doch mein Meisterstück gemacht?"
der Esel spricht, als wäre er der Held der Jagd gewesen.
Der Löwe drauf, "geschrieen hast du wirklich laut;
und kennt' ich dich nicht nach Gestalt und Wesen,
mir selber hätte es vor dir gegraut!"
Der Esel möchte schier vor Zorn erbeben,
da man ihn so mit Spott bezahlt'.

Unleidlich ist ein Esel, der da prahlt –
das ist ihm nun mal nicht gegeben.

ancre





W. Aractingy 146 x 114 cm, Mars 1994

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