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Der Mann und das hölzerne Götzenbild Livre IV - Fable 8


Ein Götzenbild aus Holz, mit Ohren zwar versehen,
und dennoch taub, bewahrte einst ein Heide auf
und gläubig setzte er die größte Hoffnung drauf.

Sehr teuer kam es ihn zu stehen,
denn mit Gelübden, Opfergaben,
bekränzten Stieren und so weiter sucht' er es zu laben.
Nie hat ein Götze in der Welt
so feine Küche wohl genossen;
dabei ist seinem Wirt für all dies als Entgelt
nicht Schatz noch Spielgewinn noch Erbe zugeflossen.
Mehr noch: Erhob sich hier und dort wohl auch einmal
ein Sturm, der am Erwerb ihn hindert,
ging es ihm knapp, und war sein Beutel schmal,
ward die Portion des Götzen dennoch nicht vermindert.
Allein zuletzt, des Undanks endlich müde, schlägt
mit einer Stange er das Götzenbild in Stücke
und findet's voll von Gold. "Solang' ich dich gehegt",
spricht er, "gabst je du was zu meinem Glücke?
Marsch, fort aus meinem Haus! Such andre Tempel dir!
Den Menschen gleich erscheinst du mir,
den Plumpen, Dummen und Elenden,
bei denen nur der Stock noch seine Wirkung tut.
Solang' ich dich gestopft, stand ich mit leeren Händen;
dass ich dich endlich schlug, war gut!"
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ancre





W. Aractingy 81 x 100 cm, Février 1994

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