Une fable au hasard

Les 12 livres

Les Fables

Tris de fables

Le bestiaire

Les personnages

Morales et maximes

Les sources

Contact JMB
Envoyez une carte postale avec cette illustration
Signaler cette fable à un ami
Imprimer

Les lectures de JMB
Allez voir mes lectures.

Le Blog de JMB
Mes textes personnels






Der Wolf, die Mutter und das Kind Livre IV - Fable 16


Die Fabel von dem Wolf erinnerte mich eben
an einen andern Wolf, den's noch weit schlimmer traf:
Er starb. Hört, wie sich das begeben.

Ein Haus bewohnt ein Landmann, reich und brav.
Der Meister Isegrim lauscht heimlich an der Pforte;
gar leckre Beute hat erspäht er an dem Orte,
Milchkalb und Ziege, Lamm und Schaf,
Truthähne massenhaft, kurz, Mundvorrat wie selten.
Doch bald stellt Langeweil' sich bei dem Räuber ein.

Da hört ein kleines Kind er schrein;
gleich fängt die Mutter an zu schelten,
sie droht ihm: "Bist du nicht gleich still,
holt dich der Wolf!" Das hört die Bestie, und will
Gott danken schon. Doch zu beschwicht'gen
beginnt die Mutter jetzt ihr ungezognes Früchtchen:
"Schrei nicht! Kommt er, dann schlagen wir ihn tot."
Der Hammelwürger ruft: "Wie das?" und droht:
"Erst spricht sie so, dann so! Ob so was dulden müssen
Leute wie ich? Hält man für einen Narren mich?
Der kleine Fratz dort wage sich
nur mal zum Wald nach Haselnüssen!"
Kaum hat er das gesagt, da kommen sie heraus;
ein Hofhund packt ihn, Spieß' und Beile
umringen ihn in aller Eile.
"Was hast du", fragt man, "hier am Haus
zu suchen?" Alsbald erzählt er, wie's gekommen.
"Ich danke!" ruft die Mutter wutentklommen.
"Mein Kind erwürgen! Glaubst wohl gar,
dass ich's nur dir zum Fraß gebar?"
Der Ärmste hat den Tod erlitten.
Ein Bauer hat ihm Kopf und Klauen abgeschnitten,
und angenagelt an des Gutsherrn Pforte.
Darunter war'n zu lesen diese Worte:

"Wolf, wenn du hörst ein Büblein schrein
und dann die Mutter drohn, fall nicht drauf rein!"
Google
 

ancre





W. Aractingy 100 x 100 cm, Octobre 1994

Voyez aussi cette fable illustrée par: