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Fortuna und das kleine Kind Livre V - Fable 11


Auf eines tiefen Brunnens Rand
schlief, von sich streckend Fuß und Hand,
ein Kind, das Muster eines Jungen.
Schulbuben finden Bett und Kissen überall,
ein Großer wär' in solchem Fall
wohl hundert Klafter tief gesprungen.

Da kommt zum Glück in ihrem Lauf
Fortuna in die Nähe, weckt das Kind behutsam auf
und spricht zu ihm: "Mein Schatz, ich rette dir das Leben,
doch musst ein andermal du besser Obacht geben.
Wärst du gefallen, schmähte man mich weit und breit.
Gewesen wär' es aber deine Schuld allein.
Es kann so große Unvorsichtigkeit
doch nicht die Wirkung meiner Laune sein,
meinst du nicht auch?" so sprach sie und ging fort.

Und ich, ich bill'ge ganz ihr Wort.
Nichts kann in aller Welt geschehen,
stets soll Fortuna dafür stehen,
als wär' sie unser einz'ger Hort.
Sie wird verantwortlich gemacht für alle Sachen;
wenn wir aus Hast und Torheit Fehler machen,
so trösten wir uns schnell: Uns fehlt des Glückes Huld!
Kurz, immer ist Fortuna schuld.

ancre





W. Aractingy 100 x 100 cm, décembre 1994

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