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Der Hirsch und der Weinstock Livre V - Fable 15


Ein Hirsch, dem auf der Flucht ein Weinstock Schutz gewährte,
so dicht und hoch, es schien ein sichrer Ort,
barg sich darin und wähnte sich gerettet dort.
Die Jäger glauben nun die Hund' auf falscher Fährte
und rufen sie zurück. Die Blätter frisst der Hirsch darauf
gleich seinem Schützen auf – o Undank und Verderben!
Man hört ihn, kehrt alsbald zurück und jagt ihn auf!
Am selben Orte muss er sterben.
Er ruft: "Ich hab's verdient! Gerechtes Missgeschick!
Lernt, Undankbare, draus!" und fällt im Augenblick.
Die Meute, die sein Blut begehrt, sieht sich am Ziel,
auch bei den Jägern konnten Tränen ihm nichts nutzen.

Des Menschen Bild ist er, der schändet sein Asyl,
das in der Not ihn könnte schützen.

ancre





W. Aractingy 81 x 100 cm, Décembre 1992

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