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Das Schwein, die Ziege und der Hammel Livre VIII - Fable 12


Ein Hammel, eine Zieg’ und ein gemästet Schwein,
auf einen Karren wurden sie zum Markt gefahren.
Nicht zum Vergnügen sollt’ es für sie sein,
da sie, soviel man weiß, bestimmt vom Kärrner waren,
am Markte zum Verkauf zu stehn,
und nicht, um den Hanswurst zu sehn.

Frau Schwein schrie so, als wäre es schon geschehn
um sie und folgten ihr zehn Schlächter auf den Spuren;
ja, einen Lärm, um taub zu werden, machte sie.
Die andern, gutes Volk und sanftre Kreaturen,
wunderten sich gar sehr, dass sie um Hilfe schrie;
sie sahen keinen Grund zu zagen.

Der Kärrner spricht zum Schwein: "Was hast du denn zu klagen?
Du machst uns alle toll! Warum gibst du nicht Ruh’?
Die beiden andern, weit anständiger als du,
sollten dich Lebensart oder doch Schweigen lehren!
Sieh den Hammel an, hält er sich nicht fast stumm?
Denn er ist klug." - " Nein, er ist dumm!
Wüsst' er, auf welchem Gang wir wären,
er macht’ es wohl wie ich und schrie aus vollem Hals,"
erwiderte das Schwein, "und jene andre gute Seele,
schrie ebenso aus voller Kehle!
Sie denken, nehmen will man ihnen allenfalls,
der Ziege ihre Milch, dem Hammel seine Wolle.
Ob's richtig, sei dahingestellt;
doch mir, die höchstens gut man hält
zum Essen, droht der schmerzenvolle
und sichre Tod. Leb wohl, o Welt!"

Das Schwein zeigte Verständnis, sollt' ich meinen.
Allein was nützt' es ihm? Steht fest das Unheil, dann
kann Klagen auch nichts ändern mehr daran,
und der Kurzsichtigste wird stets der Klügste scheinen.

ancre





W. Aractingy

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