Accueil des fables

Les 12 livres

Les Fables

Tris de fables

Le bestiaire

Les personnages

Morales et maximes

Les sources

Contact JMB


Der Narr, der die Weisheit verkauft Livre IX - Fable 8


Von Narren lass dich nie in ihr Gehege ziehen;
das ist der klügste Rat, den ich dir geben kann.
Die beste Lehre ist, dass man
der Eitlen Schwarm bedacht sei stets zu fliehen.
Bei Hofe kann man oft sie sehn:
Dem Fürsten macht es Spaß, da sie es wohl verstehn,
Schelmen und Toren manchen Streich zu spielen.

Ein Narr rief aus – er blieb an jeder Ecke stehn, -
die Weisheit hab' er zu verkaufen. Gläubig fielen
die Leute drauf herein: Herbei lief alle Welt,
ließ manche Possen sich gefallen,
und dann erhielt zwei Ellen Schnur man für sein Geld
und zwei Maulschellen, die recht knallen.
Die meisten sind empört. Was half's? Sie hatten nur
zum Schaden noch den Spott; das Beste war, zu lachen
oder sich still davonzumachen
mit den Maulschellen und der Schnur.

Nach einem Sinn hier noch zu fragen
wär' lächerlich und brächt' nur neuen Hohn noch ein.
Soll die Vernunft denn Bürge sein
für eines Narren Tun? Der Zufall, muss man sagen,
ist es, der Blasen treibt in einem kranken Hirn.
Doch unbefriedigt von der Maulschell' und dem Zwirn,
fragt' einen Weisen einer der Genarrten.
Der sagt ihm, ohne langes Warten:
"Hieroglyphen sind's, die jener Euch gab auf.

Wer wohlberaten stets sich wahren will vor Schaden,
bleib' immer ganz genau so weit, als dieser Faden
lang ist, von Narren fern; wo nicht, verlasst Euch drauf,
droht im ganz ähnliche Liebkosung.
Der Narr betrog Euch nicht: Weisheit war seine Losung."

ancre





W. Aractingy

Voyez aussi cette fable illustrée par:





Découvrez le premier roman de JM Bassetti, en version numérique ou en version papier sur le site https://www.jemappellemo.fr



Retrouvez tous les textes de JM Bassetti sur son sité dédié : https://www.amor-fati.fr