Accueil des fables

Chercher une fable

Les 12 livres

Les Fables

Tris de fables

Le bestiaire

Les personnages

Morales et maximes

Les sources

Contact JMB
Envoyez une carte postale avec cette illustration
Signaler cette fable à un ami
Imprimer


Der Mann, der seinen Schatz vergräbt, und sein Gevatter Livre X - Fable 4


Ein Knauser hatte so viel angehäuft
, dass es zu bergen ihn gar sehr beschwerte.
Der Geiz, der Dummheit Bruder und Gefährte,
macht, dass in Sorg' umher er läuft,
wen zum Verwalter soll er wählen;
denn einen wollt' er. Dies der Grund, welcher ihn trieb:
"Verlockend ist's; das Geld wird sich – es kann nicht fehlen –
vermindern, wenn's im Hause blieb';
am Ende würd' ich selbst an meinem Gut zum Dieb!"
"Zum Dieb? Genießen, heißt denn das sich selbst bestehlen?
Mein Freund, du tust mir leid, so grundlos dich zu quälen!
Merk dir's ich sag' es dir zulieb:
Geld ist nur gut, weiß man es auszugeben;
sonst ist's ein Übel. Sprich, hättest du etwa Lust,
es unnütz für die Zeit des Alters aufzuheben?
Die Mühe des Erwerbs, die Sorg' um den Verlust
sie machen's wertlos, sinnlos für das Leben."

Von solcher Sorgen Qual bedroht,
tat unsrem Freunde nichts als sichre Leute not.
Er aber zieht die Erde vor, nimmt den Gevatter eben
zu Hilf', und beide gehen und graben ein den Schatz.
Nach ein'ger Zeit sucht er sein Geld an jenem Platz;
er findet nur die leere Stätte.
Mit Recht mutmaßt er, dass es der Gevatter hätte.
Er ruft ihn: "Komm; ich hab' als letzten Bodenschatz
noch ein'ge Heller, die will ich zum andern legen."
Sogleich eilt jener, das gestohlene Vermögen
zurückzubringen, denn dann fällt,
so meint er, später doch ihm zu das ganze Geld.
Nun aber, zur Vernunft gekommen,
behält der andere nun sein Geld, um sich daran zu freun;
er scharrt und gräbt es nimmer ein.
Doch aus den Wolken fiel der Dieb, der wahrgenommen,
welch Schaden er sich zugefügt.

Leicht zu betrügen ist, wer selbst betrügt.

ancre





W. Aractingy

Voyez aussi cette fable illustrée par:





Découvrez le premier roman de JM Bassetti, en version numérique ou en version papier sur le site https://www.jemappellemo.fr



Retrouvez tous les textes de JM Bassetti sur son sité dédié : https://www.amor-fati.fr