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Die Spinne und die Schwalbe Livre X - Fable 6


"Jupiter, der du weise, wie von je du warst,
geheimnisvoll aus deinem Hirn gebarst Pallas,
die einst mir grollte – woll' im Leben einmal
Gehör nur meiner Klage geben!
Prokne nimmt mir all meine Bissen weg;
in Lüften kreisend und an Bächleins Steg
schnappt Fliegen sie, die ich schon fast gewonnen.
Stets wär' gefüllt mein Netz – du siehst es dort, -
wär' der verwünschte Vogel nicht am Ort;
aus festen Stoffen hab' ich es gesponnen."
So keck, da sie im Recht sich deucht,
beklagt Arachne sich, einst Meisterin im Weben,
die jetzt, als Spinnerin nur eben, meint',
ihr gehöre was da fleucht und kreucht.
Auf Beute lauernd, schnappt die Schwester Philomelens
dem kleinen Tier zum Trotz die Fliegen nach wie vor
für sich und ihre Brut, die, nimmer satt des Quälens,
mit Kinderstimmen, doch mit lautem Toben
nach Nahrung schreit. Hört, was der Spinne widerfuhr:
Nichts hat die arme Kreatur als Füß' und Kopf –
nutzloses Rüstzeug nur! Da fühlt sie sich emporgehoben:
Die Schwalb' entführt das Netz, das arme Ding
mit ihm, das unten ganz am Ende hing.

Zwei Tische deckte Jupiter für alle: Dem Gescheiten,
dem Starken, Wachsamen hat er den Platz gewährt
am ersten Tische; doch der Kleine nährt
von den Brosamen sich am zweiten.

ancre





W. Aractingy

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