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Das Rebhuhn und die Hähne Livre X - Fable 7


Bei lauter Hähnen, die von wenig Lebensart, unbändig, roh,
zanksüchtig, ward ein Rebhuhnweibchen mitgehalten.
Die Gastfreundschaft und ihr Geschlecht gab ihr
die Hoffnung, bei den Hähnen, die so recht verliebt,
herrscht Anstand auch, fein ritterlich und echt:
Sie würden ihrer Pflicht als Wirte freundlich walten.
Doch nein; sie sah dies Volk oft grimme Wut entfalten,
das wenig Rücksicht nur der fremden Dam' erwies
und mit den Schnäbeln sie oft hieb und stieß.
Erst grämte sie sich ob der Schande;
allein sobald sie sah, dass diese wilde Bande
untereinander sich zerfleischt, zerhackt – und wie!-,
tröstet sie sich und spricht: "Es ist so ihre Art;
anklagen nicht, vielmehr beklagen will ich sie.
Nicht gleich von Jupiter gebildet ward
ein jeder Körper oder Geist,
was an der Rebhuhn- und der Hahnenseele sich erweist.
Wenn es von mir allein abhinge, würd' ich eben
in besserer Gesellschaft leben.
Der Herr des Hühnerhofes will, es sollte anders sein:
Er fing im Garn mich, sperrt' inmitten der Hähne mich
und hat die Flügel mir beschnitten;
wen ich anklagen muss – es ist der Mensch allein."

ancre





W. Aractingy

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