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Der Schätzesammler und der Affe Livre XII - Fable 3


Ein Mann häuft' Schätze an. Diese Verirrung geht
oft bis zum Wahnsinn, wie ihr seht.

Der Geizhals träumte nur Dukaten und Pistolen.
Liegt müßig solches Gut, dann mag's der Geier holen!
Den Schatz zu wahren unversehrt,
bewohnt der Filz ein Haus, zu welchem Amphitrite
von allen Seiten her Dieben den Zugang wehrt.
Mit einer Seligkeit, für die ich wenig biete,
die ihn jedoch beglückt, scharrt er zusammen dort,
bei Tag und Nacht in einem fort
rechnend und nachrechnend; und dann spielte
von vorne er das Stück, als ob er Lohn dafür erhielte,
da neue Fehler er beim Rechnen stets wahrnimmt.
Sein Affe wirft manch Geldstück – viel gescheiter
als sein Herr – durchs Fenster fort ganz heiter;
so kommt's, dass nie die Rechnung stimmt.
Da fest verschlossen stets die Stube,
liegt offen da das Geld auf unsres Geiz'gen Tisch.

Einst wollt' ein Opfer gern Bertrand, der böse Bube,
dem Meere bringen – es war zu verführerisch.
Wenn ich des Affen Torenstreiche
mit der törichten Lust des Geizigen vergleiche,
weiß ich nicht, wem den Preis ich zuerkennen soll.
Mancher meint, nur Bertrand verdien' ihn voll;
die Gründe sind zu lang, ich will darauf verzichten.
So nimmt das Tier – nicht Schaden will's anrichten –
manch Stückchen Gold, eins nach dem andern, fort,
Talente hier, Dukaten dort;
dann prüft es seine Kraft und seines Wurfes Kunst
am Golde, das in ihrer Gunst
die Menschen setzen über alles.
Hört' er die Tür nicht gehen und der Schritte Schall
des Geldmanns, der just heimgekommen,
der Affe führte fort, und die Dukaten all'
hätten denselben Weg genommen.
Er hätt' sie allesamt in jenen weiten Schlund
geschleudert, der sich nährt von Schiffbruchsspenden.

Gott schütze jeden, der viel Geld gesammelt und
nicht weiß, es besser zu verwenden!

ancre





W. Aractingy

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