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Der kranke Hirsch Livre XII - Fable 6


In großem Frost erkrankt' ein Hirsch. In Haufen
sah flugs die Freund' herbei man laufen
zum Kranken als Besuch, als Helfer in der Not,
als Tröster mindestens – höchst lästige Gesellen.
"Gönnt, Freund', in Ruhe mir den Tod!
Lasst in der altgewohnten Art, der schnellen
ihr Werk die Parze tun und weinet nicht!"
Umsonst! Der Tröstung traur'ge Pflicht
erfüllten gründlich sie trotz seinem Flehn und Dringen.
Als sie mit Gottes Hilfe gingen,
taten sie's nicht, ohne vorher das vollste
Weiderecht im Forst sich anzumaßen,
indem den grünen Wald ringsum ganz kahl sie fraßen.
Der arme kranke Hirsch fand nun kein Futter mehr;
und war übel dran schon früher,
so ward das Übel jetzt noch schlimmer:
Zur Krankheit kam die Hungersnot,
er starb zuletzt den Hungertod.

Ja, teuer, dass man's nie verschmerzt,
seid ihr, ihr Leib-und Seelenärzt'.
O Zeit! O Sitten! In der Welt
ist nichts umsonst, alles um Geld.

ancre





W. Aractingy

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