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Der Krebs und sein Junges Livre XII - Fable 10


Manch Weisen sieht im Krebsgang man begriffen,
rückwärts, das Hinterteil dem Hafen zugekehrt.
Die Schiffer tun's; auch ist es einer von den Kniffen
derer, die, einen Streich verdeckend, listbewehrt
grade den Gegenpunkt scheinbar ins Auge fassen
und gegen diesen dann den Feind anlaufen lassen.
Mein Gegenstand ist klein, dies Vorspiel etwas lang;
auf einen Helden passt's, der in siegreichem Gang
alleine einen Bund gesprengt, bezwungen.
Was er tut und nicht tut, bleibt ein Geheimnis lang;
doch wird es offenbar, dann sind's Eroberungen.
Umsonst forscht man nach dem, was er verborgen hält;
Schicksalsbeschlüsse sind's: Sie hemmt nicht eine Welt,
gegen den Strom ist niemand noch geschwommen.
Machtlos ist gegen Jupiter der Götter ganzer Schwarm
Ludwig und das Geschick, sie lenken, Arm in Arm, die Welt.

Doch lasst uns jetzt auf unsre Fabel kommen!
Zu seinem Jungen sprach ein alter Krebs: "Mein Gott!
Kannst nicht gradaus du gehn?" Mit Spott
fragt' es: "Wieso? Kann ich auch anders gehen,
als ich's in unserm Haus von Kindheit an gesehen?
Soll grad' ich gehn, wenn Ihr den Weg stets rückwärts macht?"

Der Junge hatte recht: Die große Macht
des Beispiels, das daheim gegeben,
sie zeigt sich überall im Leben,
gut oder schlecht; sie lässt Weise und Narr'n erstehn –
der letztren mehr. Die List, zum Scheine anzusehn
von seinem Ziele, wird oft gute Dienste leisten,
und auf Bellonas Feld am meisten –
nur muss man es auch recht verstehn.

ancre





W. Aractingy

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