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Der Adler und die Elster Livre XII - Fable 11


Der Aar, der Lüfte Fürst, und eine Elster – beide
verschieden an Gemüt, an Geist, Beredsamkeit
und auch im Kleid –
sie flogen über eine Heide;
zufällig treffen sie sich an entlegnem Ort.
Die Elster bebt; der Aar, der satt ist, spricht sofort
ihr gütlich zu und sagt: "Lass uns beisammen bleiben!
Wenn Jupiter, dem sie die Weltherrschaft zuschreiben,
der Langeweile Leiden kennt,
kann ich's wohl auch, da man mich seinen Diener nennt.
Drum komm ganz ohne Zwang, die Zeit mir zu vertreiben."
Die Elster plappert los von diesem und von dem –
der Mann Horazens, der in stetem Zungenhetzen
Gutes und Böses schwätzt, wenn über Feld er käm',
hätt' keine Ahnung von der Elster ew'gen Schwätzen.
Von allem wollte sie den Aar in Kenntnis setzen,
was nur geschäh' auf allen Plätzen, ein Hauptspion!
Doch schien ihr Vorschlag nicht genehm;
der Adler spricht zu ihr im Grimme:
"Nein, Schätzchen, bleibe, wo du bist!
Leb wohl, Klatschmaul, da kein Gehör für deine Stimme
an meinem Hof zu finden ist.
Von dir, du Elster, habe ich genug!"

Wer Sehnsucht je, in den Olymp zu kommen, trug,
bedenk': Es bringt dies Glück oft auch die schwerste Plagen.

Äußerlich feine Schwätzer gibt's. im Herzen voll von Lug und Trug;
und dennoch muss wie die Elster klug
auch dort den Mantel man nach dem Winde tragen.

ancre





W. Aractingy

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