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Der Wald und der Holzhauer Livre XII - Fable 16


Ein Holzhauer zerbrach oder verlor den Stiel
von seiner Axt, was ihn gar schmerzlich reute;
ihn zu ersetzen war kein leichtes Spiel,
so dass indes der Wald sich ein'ger Schonung freute.
Demütig fleht' zuletzt der Mann
den Wald um einen Zweig nur an;
er wollt' ihn brechen ganz bescheiden,
um einen Stiel sich draus zu schneiden.
Er wollt' auch anderwärts sein Brot zu suchen gehn;
die Eichen lass' er und die Tannen ruhig stehn,
denen ihr Alter, ihre Schönheit Achtung schaffen.
Harmlos gutmütig gab der Wald ihm neue Waffen.
Er hat es bald bereut; der Schurke braucht' in Eil'
nur das neu hergestellte Beil,
um seinen Wohltäter rasch zu entkleiden
des schönsten Schmuckes, den er trug.
Der Wald, ach, seufzte oft genug:
Die eigne Großmut schuf ihm Leiden.

Das ist der Lauf der Welt: Man nimmt Wohltaten an
und gegen den Wohltäter wendet man sie dann.
Ich schweig' davon. Wenn milde Schattenhallen
so roher Schmach zum Opfer fallen,
wer klagte da nicht schwer genug?
Ach, mag zum Überdruss ich schrei'n und schreiben,
stets werden Undank und Betrug
doch an der Tagesordnung bleiben.

ancre





W. Aractingy

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