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Der Fuchs, der Wolf und das Pferd Livre XII - Fable 17


Ein Fuchs, noch jung, doch von den Schlausten einer schon,
erblickt' zum ersten Mal ein Pferd in seinem Leben.
Er spricht zum Wolf, der auch ein Neuling: "Komm mit mir;
auf unsrer Wiese grast ein Tier, schön, groß,
noch kann mein Aug' sich nicht zufrieden geben."
"Ist stärker es als wir?" fragt drauf der Wolf und lacht.
"Bitte beschreib es mir doch eben!"
"Wär' ich ein Maler", spricht der Fuchs da wohlbedacht,
"hätt' gern ich dir schon jetzt die Freude zugewendet,
die später dir sein Anblick macht.
Doch komm! Wer weiß? Vielleicht ist es uns zugesendet
als Beute, die Fortuna spendet."

Sie gehen. Das Pferd, das hier zum Grasen hergeschickt,
war nicht so sehr erfreut, als es die zwei erblickt;
vor solcher Freundschaft wär's am liebsten ausgerissen.
"Durchlaucht", so sprach der Fuchs, "es möchten gar zu gern
Dero Ergebenste auch Ihren Namen wissen"
Das Pferd, das nichts an Klugheit ließ vermissen,
sagt: "Lest ihn, wenn ihr wollt, auf meiner Sohl', ihr Herrn,
hat einzuschreiben ihn mein Schuster sich beflissen."
Der Fuchs entschuldigt sich: "Bin ein unwissend Kind
von armen Eltern; unser Haus ist nur ein Loch gewesen,
für meine Bildung tat man nichts; dagegen sind
die Wölfe große Herrn. So lernte er auch lesen."
Der Wolf, geschmeichelt und erfreut,
tritt nah; doch hat er's bald bereut:
Vier Zähne kostet ihn die Eitelkeit; vom Pferde
erhält er einen Schlag – da liegt er auf der Erde,
der Lesekundige, im Blut und arg zerbläut.
"Bruder", sagt da der Fuchs, "das dient uns zum Beweise
dessen, was Kluge mich gelehrt.
Auf die Kinnbacken schrieb die Lehre dir das Pferd:
Wen er nicht kennt, dem traut niemals der Weise."

ancre





W. Aractingy

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