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Der Elefant und der Affe Jupiters Livre XII - Fable 21


Einst stritten Elefant sich und Rhinozeros
um den Vorrang auf Erden, bis endlich diese Frage
durch einen Kampf zu schlichten man beschloss.

Schon war der Tag bestimmt, da plötzlich geht die Sage,
es schwebe mit dem Heroldsstab der Affe
Jupiters hoch aus der Luft herab.
Der Affe hieß Hanswurst, so meldet uns die Märe;
fest glaubt der Elefant, er wäre als Bote aus der
Götter Land zu seiner Majestät gesandt.
Er wartet, stolz auf diese Ehre, auf den Hanswurst
und meint, dass er recht säumig sei, ihm seinen Brief,
der ihn beglaub'gen soll, zu Füßen zu legen.
Endlich kommt vorbei Hanswurst, ihn flüchtig zu begrüßen.
Auf eine Botschaft harrt des Elefanten Ohr.
Kein Wort davon. Der Götter Chor – er wähnt,
dass er auf seinen Streit gespannt war – denkt gar
nicht dran, da er dort nicht bekannt war;
den Himmlischen ist's einerlei, ob Mücke oder Elefant man sei.

Nun fing er selber an: "Auf seinem hohen Throne
wird sich mein Vetter Jupiter in nächster Zeit zerstreun
an einem lustigen Gefecht, und zweifelsohne
wird dran sein ganzer Hof sich freun."
"Gefecht?" fragt drauf der Affe. - "Weiß nicht jede
Gottheit, dass mir den Rang", so spricht der Elefant,
"das Nashorn streitig macht und Elefantenland
mit Rhinozerien drum liegt in blut'ger Fehde?
Man rühmt die Staaten nah und fern."
"Dass ihre Namen ich von dir jetzt kennenlern',
das freut mich", sagt Hanswurst. "Kaum ist die Rede
von solchen Dingen je in unsrem hohen Saal."
Erstaunt und höchst beschämt zumal fragt ihn der
Elefant: "Wozu kamst du hernieder?"
"Ein paar Ameisen bracht' ich einen Halm von droben;
für alles sorgen wir. Auf deinen Streit nun wieder
zu kommen: Niemand kennt ihn in der Götter Reich;
denn Groß und Klein, das ist in ihren Augen gleich."

ancre





W. Aractingy

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